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Starkes Zeichen: 500 Menschen demonstrieren gegen rechts

Vielmehr Teilnehmer als erwartet ziehen am Sonntag durch Heggen und zeigen klare Kante gegen Rassismus, Ausgrenzung und die AFD. 50 Teilnehmer hatten die Organisatoren der Demo gegen die AfD in Heggen am Sonntagmittag angemeldet. Es kamen rund zehnmal so viele. „Das ist einfach toll“, freuten sich die Initiatoren Sophie Hunold und Theo Sonneborn. Pünktlich um 12 Uhr versammelten sich die Teilnehmer auf dem kleinen Platz zwischen Kirche und Schreibwaren Kramer. Immer wieder musste die Polizei dafür sorgen, dass auch die Straße zunächst noch frei blieb. Doch immer mehr Teilnehmer strömten auf den Platz. Unter ihnen auch Achim Schade mit seinem Hund Lenny. Beide ausgestattet mit Plakaten. „Das ist heute meine achte Demo gegen die AfD“, so der Olper. „Für Lenny ist es Demo Nummer drei.“

 

Sophie Hunold ist begeistert über die große Resonanz. „Wir waren auf der Demo in Altenhundem und haben uns dann gesagt, wir müssen auch Kante zeigen und auf die Straße gehen. Wir haben uns überlegt, dass 50 Teilnehmer schon ein toller Erfolg wären, aber das jetzt ist einfach klasse.“ Nach einer kurzen Begrüßung setzte sich der Demonstrationszug Richtung Bahnhof in Bewegung. Mit dabei auch Mitglieder des Antifa Block. „Wir sehen uns als tolerante, bunte Bewegung aus Olpe, denn wir sind keine Steinwerfer und Krawallmacher,“ so die bunte Truppe. „Wir wollen nicht, dass der Rechtsruck gesellschaftsfähig wird.“

Am Bahnhof angekommen, ergriff Mustafa Uysal das Wort. Der Inhaber des „Heggener Markt“ mahnte, auch wenn vieles heute nicht so laufe, wie es sich die meisten wünschen, solle man sich nicht gegenseitig zu Sündenböcken machen. „Lasst uns nicht zum Werkzeug der Rechtsextremisten werden.“ Man könne auch Deutscher und Türke, Deutscher und Syrer sein. „Man kann ja auch Deutscher und Sauerländer sein, denn die Vielfalt ist nicht ein Teil von Deutschland, sondern Deutschland ist Vielfalt. Ich selber bin nicht vorrangig Türke oder Deutscher, sondern ich bin Heggener.“

Unter den Teilnehmern war auch Jan Wichterich als Vertreter der Initiative „Olpe gegen Rechts“. „Es berührt mich, dass so viele heute hier in Heggen auf die Straße gehen.“ Dem konnte sich auch Teilnehmer Ingo Schürmann anschließen: „Es ist ein gutes Gefühl zu sehen, wie viele heute hier sind und ein Zeichen setzen.“ Dr. Gregor Kaiser von der AG „Es TUT sich WAS“ erklärte, dass diese Initiative auch nach 30 Jahren nichts von ihrer Aktualität verloren habe. „Nie wieder ist jetzt. Wir wollen eine Perspektive für alle Menschen. Wir wollen, dass alle Menschen ein gutes Leben führen können.“ Nach rund einer Stunde löste sich der friedliche Protest auf. Nur einige ging noch durchs Dorf und beseitigten oder überklebten die Aufkleber mit rechtem Inhalt an Laternenmasten, die ihnen beim Zug durchs Dorf aufgefallen waren.

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