Feuerwehr Heggen weiht Gerätehaus und Fahrzeug ein
Mit der Einweihung des modernisierten Feuerwehrgerätehauses und der offiziellen Vorstellung des neuen Einsatzfahrzeugs ist die Freiwillige Feuerwehr Heggen eindrucksvoll in ihr 125-jähriges Jubiläumsjahr gestartet. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Feuerwehrwesen würdigten das Projekt, das nach Jahren der Planung und Umsetzung nun erfolgreich abgeschlossen wurde.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Joachim Blume, Bereichsleiter Sicherheit und Ordnung, die Anwesenden und betonte die besondere Bedeutung des Tages: Einen besseren Auftakt in das Jubiläumsjahr könne es kaum geben. Damit unterstrich er die große Wertschätzung für die Arbeit der Feuerwehr und die Investitionen in ihre Zukunft.

Das Gerätehaus an der Heggener Straße blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ursprünglich 1967 erbaut und 2001 umgebaut, genügte es zuletzt nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Besonders die beengten Platzverhältnisse, fehlende Umkleidemöglichkeiten mit Schwarz-Weiß-Trennung sowie unzureichende Hygienebedingungen machten eine grundlegende Modernisierung notwendig. Auch geeignete Stellflächen und funktionale Schulungsräume waren nicht mehr zeitgemäß.

Nach intensiven Beratungen fasste der Rat der Gemeinde im Juni 2021 den einstimmigen Beschluss zur Erweiterung und zum Umbau. Die Umsetzung gestaltete sich jedoch herausfordernd: Neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie sorgten steigende Baukosten für Unsicherheiten. Dennoch blieb das Projekt im geplanten finanziellen Rahmen. Ein Umstand, der von vielen Rednern besonders hervorgehoben wurde.

Thomas Klein, Leiter der Feuerwehren der Gemeinde Finnentrop, erinnerte an den langen Weg von der ersten Idee über die Planung bis zur Fertigstellung. Besonders schwierig sei gewesen, den Umbau im laufenden Betrieb zu realisieren. „Es gab sogar ein halbes Jahr lang nur ein Dixi-Klo ohne Licht“, schilderte er anschaulich die improvisierten Bedingungen. Umso bemerkenswerter sei das Ergebnis, das auch durch großen persönlichen Einsatz ermöglicht wurde.

Mehr als 500 ehrenamtliche Stunden investierten die Kameradinnen und Kameraden selbst in das Projekt. Einheitsführer Martin Böhmer nutzte daher die Gelegenheit, nicht nur der Mannschaft, sondern ausdrücklich auch deren Partnerinnen und Partnern zu danken: Sie hätten oft auf gemeinsame Zeit verzichten müssen und damit einen wichtigen Beitrag geleistet.

Neben dem Gebäude wurde auch das neue Tanklöschfahrzeug TLF 3000 in den Mittelpunkt gestellt. Es dient in erster Linie der Wasserversorgung und verfügt über einen Löschwassertank mit 3.400 Litern. Dadurch kann es auch bei Einsätzen ohne vorhandene Wasserversorgung effektiv eingesetzt werden. Ergänzt wird die Ausstattung durch spezielle Ausrüstung für Waldbrände sowie eine Grundausstattung für technische Hilfeleistungen. Das Fahrzeug ist bereits seit einem Jahr im Einsatz und hat sich in der Praxis bewährt.

Einen besonderen Moment stellte die Segnung von Gebäude und Fahrzeug dar, die von den Geistlichen Michael Krischer und Stefanie Tielke vorgenommen wurde. Sie wünschten den Einsatzkräften Schutz und eine sichere Rückkehr von allen Einsätzen.

Auch Kreisbrandmeister Christoph Lütticke richtete persönliche Worte an die Feuerwehr: „Halten Sie die Kameradschaft am Leben.“ Gleichzeitig wünschte er Harmonie, einen guten Geist für das neue Haus und vor allem, dass alle Einsatzkräfte stets gesund von ihren Einsätzen zurückkehren.

Mit Investitionen von insgesamt rund 1,75 Millionen Euro in Gebäude, Technik und Fahrzeug setzt die Gemeinde ein klares Zeichen für die Sicherheit ihrer Bürger. Gleichzeitig wurden mit einer Photovoltaikanlage und Batteriespeicher auch nachhaltige Akzente gesetzt.

Die Einweihung zeigte eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Engagement, Zusammenhalt und politische Unterstützung Hand in Hand gehen. Für die Feuerwehr Heggen beginnt damit nicht nur ein besonderes Jubiläumsjahr, sondern auch ein neues Kapitel unter besten Voraussetzungen.
