Kinder verteilen Denk- und Dankzettel an Autofahrer
Grundschule Heggen setzt gemeinsam mit der Polizei ein Zeichen für sichere Schulwege
Wie schnell sind Autofahrerinnen und Autofahrer in Heggen unterwegs? Und warum ist die Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit gerade auf den Schulwegen der Kinder so wichtig? Diesen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 und 4 der Grundschule Heggen mit ihren Klassenlehrerinnen Nicole Bicher und Stefanie Salewski in dieser Woche gemeinsam mit der Polizei ganz praktisch nach.

Im Rahmen ihrer Aktionswoche „Zu Fuß zur Schule“ beteiligt sich die Grundschule Heggen an der Aktion „Klar, im Kreis Olpe laufe ich zu Fuß“, die im Rahmen der Europäischen Mobilitätswochen stattfindet. Ein besonderer Höhepunkt der Woche war eine gemeinsame Verkehrssicherheitsaktion mit der Polizei.

Am Dienstag, 15. September, war zunächst die Klasse 3 im Einsatz, am Donnerstag, 17. September, folgte die Klasse 4. Gemeinsam mit der Polizei wurde an zwei Stellen in Heggen an der Hauptstaße – etwas oberhalb von DHL (ehemals Schreibwaren Cramer) sowie gegenüber der ehemaligen Tankstelle – die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge gemessen.

Das Besondere: Die Kinder waren nicht nur Zuschauerinnen und Zuschauer, sondern wurden selbst aktiv. Sie schauten unter Anleitung selbst durch das Lasergerät und erfassten Geschwindigkeiten, kamen mit den angehaltenen Autofahrerinnen und Autofahrern ins Gespräch und verteilten je nach gemessener Geschwindigkeit „Dankzettel“ oder „Denkzettel“.

Wer sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hielt, durfte sich über einen Dankzettel der Kinder freuen. Wer zu schnell unterwegs war, bekam dagegen einen Denkzettel überreicht. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler unmittelbar, welche Bedeutung angemessene Geschwindigkeit und gegenseitige Rücksichtnahme für die Sicherheit im Straßenverkehr haben.

Für die Kinder war die Aktion eine besondere Gelegenheit, Verkehrserziehung nicht nur im Unterricht zu besprechen, sondern direkt vor Ort zu erleben und selbst Verantwortung für das Thema Verkehrssicherheit zu übernehmen.

„Zu Fuß zur Schule“ – eine Woche für mehr Bewegung und sichere Schulwege
Während der gesamten Aktionswoche vom 14. bis 18. September werden die Kinder der Grundschule Heggen dazu motiviert, ihren Schulweg möglichst zu Fuß zurückzulegen. Auch das Fahrrad oder der Bus zählen im Rahmen der Aktion. Kinder, die aufgrund eines längeren Schulwegs auf das Auto angewiesen sind, können beispielsweise ein Stück von der Schule entfernt aussteigen und den restlichen Weg zu Fuß gehen.

In den Klassen wird täglich festgehalten, wie die Kinder zur Schule gekommen sind. Zusätzlich sammeln sie ihre zurückgelegten Wege in einem Schulwegpass. Die Klassen mit besonders vielen gesammelten Wegen haben die Chance auf einen Preis.

Dass sich die Teilnahme lohnt, zeigte sich bereits im vergangenen Jahr: Die damalige Klasse 3 der Grundschule Heggen gehörte zu den Gewinnerklassen und erhielt einen Geldpreis in Höhe von 350 Euro.

Mit ihrer Aktionswoche möchte die Grundschule Heggen jedoch vor allem langfristig etwas bewirken: Die Kinder sollen erleben, dass ein Schulweg zu Fuß Bewegung, Selbstständigkeit und Gemeinschaft fördert. Gleichzeitig trägt jedes Auto weniger unmittelbar vor der Schule dazu bei, die Verkehrssituation zu entspannen und den Schulweg für alle Kinder sicherer zu machen.

Die besondere Verkehrssicherheitsaktion wurde von Bezirksdienstbeamtin Isabell Kremer organisiert und von Verkehrssicherheitsberaterin Tanja Lauer sowie weiteren Polizeibeamten vor Ort begleitet und umgesetzt. Die Schulleitung sowie das Team der Grundschule Heggen bedanken sich ganz besonders bei Isabell Kremer und Tanja Lauer sowie bei allen Polizistinnen und Polizisten, die die Aktion begleitet und ermöglicht haben. Durch ihr Engagement konnten die Kinder Verkehrssicherheit nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern unmittelbar und praxisnah erleben.
